Münchner Immobilienpreise – werden wirklich Wucherpreise bezahlt?

23.03.2018

Münchner Immobilienpreise – werden wirklich Wucherpreise bezahlt?

Hallo Immobilienszenerinnen,

hallo Immobilienszener,

in meinem heutigen Blogbeitrag geht es um Immobilienpreise in München. Der Beitrag ist aber auch für diejenigen interessant, die nicht in München leben oder Immobilien besitzen. Vieles kann sicher auf euren Wohnstandort übertragen werden.

Viel Spaß !

München:

München ist eine beliebte Wahlheimat für viele. München ist die Stadt mit der höchsten Lebensqualität in Deutschland, weltweit besetzt München den vierten Platz – das bestätigt die Mercer Studie. Ein Ergebnis, das vielen Münchnern bereits bekannt ist.

300.000,- mehr Menschen in München in 2035

Es ist daher eine logische Folge, dass diese hohe Lebensqualität Menschen nach München zieht. Bis 2035 wird lt. der Stadt München ein Zuzug von 300.000,- Menschen erwartet.

Durch hohe Zuzugszahlen entsteht daher ein großer Nachfragemarkt. Jedem ist der Satz „Die Nachfrage bestimmt das Angebot“ bekannt. Vor diesem Hintergrund ist nicht davon auszugehen, dass die Immobilienpreise in München sinken bzw. „eine Blase platzt“. Wer die Immobilienpreise der letzten Jahrzehnte in München analysiert, sieht einen konstanten Anstieg. Nur in Konjunktur-Abschwung-Phasen stagnierten die Preise und erlitten eine leichte Delle – wie sich die Konjunktur auf den Immobilienmarkt auswirkt habe ich in meinem Blogbeitrag vor zwei angesprochen. Langfristig gesehen ist jedoch ein konstanter Anstieg zu sehen. Sobald die Finanzierungszinsen ansteigen, was bereits angekündigt ist, wird sich der Markt für Käufer kurzfristig etwas entspannen.

Die Stabilität des Marktes – wohlhabende Münchner Familien:

Münchner Immobilienmarkt

Das der Immobilienmarkt in München recht stabil ist, liegt unter anderem auch an der Tatsache, dass Familien ganze Straßenzüge besitzen – darüber hinaus liegt viel Eigentum auch bei der katholischen Kirche, der Deutschen Bahn und diversen Brauereien – eine „Blase“ ist für solche Immobilieneigentümer finanziell leichter „auszusitzen“. Diese Eigentümer tragen unter anderem zu einer gewissen Markt-Stabilität bei.

Eines muss erwähnt sein: Entgegen der Meinung mancher, werden eben nicht „alle Preise“ bezahlt – nach wie vor sucht der Eigentümer einen Liebhaber, der Käufer dagegen ein Schnäppchen. Diese Gesetzmäßigkeit wird auch immer so bleiben, da kaum jemand etwas „verschenken“ möchte und kaum jemand „zu viel bezahlen“ möchte. Es liegt in der Natur der Sache, dass jede Partei seiner eigenen Auffassung mehr Gewicht zuteilt, der Eigentümer schätzt seine Immobilie – meist auch aus emotionaler Verbindung – höher ein, während ein Käufer eine Immobilie niedriger und ohne emotionalen Gegenwert bewertet. Daraus lässt sich erkennen, wie wichtig ein neutraler Blick auf das große Ganze ist.

Man kann es ja mal mit einem hohen Preis verssuchen ! Falsch gedacht !

Der Irrglaube, „ dass man es ja mal mit einem hohen Preis probieren kann“ ist leider noch immer verbreitet. Dabei wird vergessen, dass Suchende den Markt ganz genau beobachten. Die Immobilie steht mit einem überteuerten Preis über mehrere Monate öffentlich zum Verkauf. Bei Suchenden entsteht der Eindruck „mit der Immobilie stimmt etwas nicht“. Damit erhält die Immobilie einen Stempel, einen Fehleraufdruck. Verständlich ist, dass Suchende für ein „Produkt“ mit vermeintlichem Fehler weniger bezahlen wollen – es kommt zu Preisverhandlungen, die hätten vermieden werden können. Es läuft also in fast allen Fällen, und das zeigt unsere Erfahrung seit 1949, darauf hinaus, dass ein Eigentümer unter Marktwert verkaufen muss, da dieser „Fehlerstempel“ einen zu tiefen Abdruck hinterlassen hat –  darüber hinaus ist ein Eigentümer häufig durch die lange Vermarktungszeit und die vielen – oft auch unangenehmen – Erfahrungen, die er bei einem Privatverkauf macht, derart genervt, dass der finanzielle Aspekt in den Hintergrund rückt – ein sehr sehr teures Lehrgeld.

Blick schärfen ! Lehrgeld ersparen !

Blick schärfen ! Lehrgeld ersparen !

Schärfen Sie also Ihren Blick: Als Käufer würden Sie sich nicht für eine überteuerte Immobilie interessieren, als Verkäufer möchten Sie Ihre Immobilie nicht unter Marktwert verkaufen. Eine marktgerechte Werteinschätzung und ein damit verbundener reibungsloser Verkauf ohne teures Lehrgeld ist ein Ergebnis – bei dem sicher beide Parteien gewinnen. Ein Profi-Vermittler schätzt die Immobilie mit dem Wert ein, „den jemand bereit ist, zu bezahlen“, also den realen Marktwert. Darüber hinaus „bündelt“ ein Mittler die Emotionen, die bei einer Wohnimmobilie von beiden Seiten häufig überhand gewinnen und schafft damit eine neutrale Verhandlungsebene, unter der hervorragende Ergebnisse für beide Parteien erzielt werden.

Janine

Eure Janine


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